Hydroforming – die Vorteile
Das Hydroforming ist dem konventionellen Tiefziehen ähnlich, hat aber wesentliche Vorteile hinsichtlich des Formteils und der Werkzeugkosten bzw. Bauteilherstellkosten.
Formteil – Verbesserung der Ausformgrade
Die Blechplatine wird durch die gleichmäßige Beanspruchung mittels des Wirkmediums in die Werkzeugkontur gedrückt. Dabei wird eine bestmögliche Blechstärkenverteilung erzielt, was zu optimalen Ausformgraden führt. Es kommt zu keinen abrupten Spannungsübergängen, was maßgeblichen Einfluss auf die hohe Maßhaltigkeit und auf geringe Rückfederraten hat.
| Konventionelles Tiefziehen | Hydroformiert mit dem FB25 | |
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Oberflächen
Da das Blech nur mit einer Druckflüssigkeit umgeformt wird, kommt es zu keinem direkten Kontakt mit dem sonst üblichen Tiefziehwerkzeug, was zur Oberflächenbeschädigung führen kann. Beim Hydroformieren legt sich das Blech erst bei Erreichen des maximal notwendigen Ausformdruckes an. Das Ergebnis sind exzellente Oberflächen der Formteile.

Materialien und Werkstoffe
Mit dem Hydroformverfahren lässt sich die komplette Spannbreite aller kalt umformbaren Materialen nutzen.
Ob Stahlblech, Edelstahl, Sonderlegierungen, Aluminium, Kupfer, Messing oder Titan, bei diesen Materialien lassen sich die bestmöglichen Ausformgrade erzielen.
Die Blechstärken reichen von 0,05 – 6 mm. Dabei sind die Möglichkeiten der Umformung von sehr dünnwandigen Platinen, dem konventionellen Umformen deutlich überlegen.
Werkzugkosten-Einsparung bis zu 80 %
Ein großer Vorteil des Hydroformverfahrens mit dem Formbalancer liegt in den geringen Werkzeugkosten. Da nur die Negativform benötigt wird reduzieren sich die Kosten schon hier auf 50 %. Niederhalter- und Führungssysteme entfallen, was zu weiteren Einsparungen führt. Durch die Herstellmöglichkeiten komplexer Geometrien mit nur einer Form entfallen oftmals Vorzüge, womit sich die Werkzeugkosten in den meisten Fällen auf nur bis zu 20 % im Vergleich zu konventionellen Tiefziehwerkzeugen reduzieren.


